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Die Weichen für die Zukunft sind gestellt: S-Bahn-Bündnis Ost erhält breite Unterstützung durch politische Mandatsträger

February 26, 2016

Jetzt werden die Planungen vorangetrieben
Überparteiliche Zustimmung
(only German)


Im November 2015 hatte das S-Bahn Bündnis Ost mit einer Pressekonferenz die Initiative bekannt gegeben, die den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen München Ost und Markt Schwaben mit Anbindung der Messe München fordert. Das Bündnis wurde von der Messe München initiiert und wird von Beginn an durch die Landräte aus Ebersberg, Erding und München, Bürgermeister aus Gemeinden entlang der Bahnlinie, die Handwerkskammer für München und Oberbayern und die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern unterstützt. Nun nimmt das S-Bahn-Bündnis Ost mit einem erweiterten Unterstützerkreis Fahrt auf und konkretisiert seine Planungen.

Fast 40 Unterstützer, u.a. Abgeordnete aus dem Bundestag und Bayerischen Landtag, Vertreter aus dem Münchner Stadtrat, sowie Experten fachlicher Planungsstellen und Verkehrsbetriebe trafen sich nun in der Messe München zu einer Mandatsträgerkonferenz, um die Planungen im Bündnis voranzutreiben. „Wir werden immer mehr, die sich für den Ausbau der S-Bahnlinie S-2-Ost einsetzen. Dies erhöht nicht nur die Strahlkraft des S-Bahn Bündnis Ost, sondern zeigt zugleich die enorme Bedeutung der Bündnisforderungen für die Weiterentwicklung des Münchner Ostens“, stellte Messechef Klaus Dittrich erfreut fest: „Damit ist unser Bündnis hochkarätig und überparteilich besetzt“. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann haben schon im Vorfeld in persönlichen Gesprächen ihre Unterstützung zugesagt.

Die Historie belegt, dass ein Ausbau der Strecke zwischen Riem – Markt Schwaben seit vielen Jahren überfällig und notwendig ist. Die Straßen und die Bahngleise sind heute schon vollkommen überlastet. Dazu kommt ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum besonders im Münchner Osten. In den drei Landkreisen München, Ebersberg und Erding soll laut den Vorausberechnungen des Landesamts für Statistik die Bevölkerung bis 2024 um rund 70.000 Einwohner anwachsen und bis 2034 sogar um 100.000 Einwohner. Dazu kommt, dass der Schienenverkehr durch den Bau des Erdinger Ringschlusses und der Ausbaumaßnahmen München – Mühldorf – Freilassing noch mehr beansprucht wird. Die Messe braucht bei der rasant wachsenden Zahl von ausländischen Ausstellern und Besuchern eine direkte Anbindung an den Flughafen. Nur so kann das gesamte Umland von dem rasanten Wachstum der Messe München auch in Zukunft profitieren.

Im fachlichen Austausch mit Experten soll nun ein Betriebskonzept entwickelt werden, welches die Grundlage für eine aktuelle Machbarkeitsstudie bildet. Mit Blick auf den Ausbau der der S-Bahnlinie S2-Ost von Riem nach Markt Schwaben mit Anbindung der Messe München soll dies neben dem wirtschaftlichen Nutzen auch soziale Aspekte und den verkehrlichen Nutzen herausstellen.

Ziel des Bündnisses ist es die Planungen des Projekts bis zur Baureife voranzutreiben und die entsprechende Finanzierung sicherzustellen. Das Bündnis steht dazu in fachlichem Austausch mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG), der Deutschen Bahn AG, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) und der Obersten Baubehörde. In einem nächsten Schritt werden auch die Bürger und Unternehmen in der Region angesprochen. Auch von dort kommt jetzt schon sehr viel Zustimmung.

Weiteren Aufwind erhält das Projekt durch die Zusage der Messe München eine maßgebliche finanzielle Beteiligung für die Anbindung des Messegeländes zu prüfen.

„Ohne den Ausbau der S 2 wird kein weiterer Wohnraum möglich sein“, sagt Maximilian Böltl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim bei München. Er ist neben Klaus Dittrich und dem Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß einer der drei Sprecher des Bündnisses. „Das muss unmittelbar zusammen gelöst werden, wenn es keinen Verkehrskollaps geben soll.“ Der tägliche Stau auf der A 94 zum Beispiel sei ein Symptom für die „mangelhafte Anbindung“ der Gemeinden östlich der Landeshauptstadt.

„Wir haben starke Argumente für den vierspurigen S-Bahn-Ausbau und den Messeanschluss“, ist Landrat Robert Niedergesäß überzeugt: „Wir werden nicht locker lassen, diese an den richtigen Stellen zu platzieren. Unser S-Bahn-Bündnis Ost ist stark gestartet. Wir werben nun auf breiter Basis für unsere Forderungen, denn es ist unumgänglich, dass die Infrastruktur dem starken Wachstum der Region angepasst wird. Für unsere Bürger, für unsere Wirtschaft!“

Der Ausbau wird nicht von heute auf morgen kommen. „Solche Infrastrukturprojekte brauchen einen langen Atem“, so Klaus Dittrich: „Wir wollen gemeinsam dieses dicke Brett bohren.“ Diese Aussage unterstreicht die langfristigen Planungen des Bündnisses. Der bisherige Zuspruch der politischen Entscheidungsträger bekräftigt, dass das Bündnis bereits jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts gestellt hat.